19. Januar 2017

Antwort auf die Anfrage zu kulturelle Projekten zur Förderung der Integration von Flüchtlingen

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Dr. Münch:

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Frau Gro­ße, es geht nicht so schnell wie bei Herrn Vogelsänger; aber ich will die Fragestunde auch nicht sprengen, indem ich alle 41 Projekte vorstelle. Eine Liste können Sie auf unserer Home­page einsehen.

Entscheidend ist, dass eine hohe Anzahl von Projektanträgen - insgesamt über 80 - von Kunst- und Kulturschaffenden sowie Ehrenamtlern aus allen Teilen des Landes Brandenburg gestellt wurde. Ich möchte beispielhaft drei Projekte nennen.

Aus der Sparte „Bildende Kunst, Malerei“ möchte ich das Pro­jekt „Kunst als Lebensmittel‘ und Begleitung in eine neue Welt“ des Kunstvereins Zehdenick in Oberhavel nennen. Dabei ging es um professionell angeleitete Kunstkurse. Diese fanden regelmäßig mit wechselnden Künstlern und Flüchtlingsgrup­pen sowie Einheimischen statt. Ergänzend und als zusätzliche Inspiration lernten die Flüchtlinge durch Besuche und mehr­sprachige Führungen auch Galerien und Museen kennen. Aus der Sparte „Bildende Kunst, Malerei“ möchte ich das Pro­jekt „Kunst als Lebensmittel‘ und Begleitung in eine neue Welt“ des Kunstvereins Zehdenick in Oberhavel nennen. Dabei ging es um professionell angeleitete Kunstkurse. Diese fanden regelmäßig mit wechselnden Künstlern und Flüchtlingsgrup­pen sowie Einheimischen statt. Ergänzend und als zusätzliche Inspiration lernten die Flüchtlinge durch Besuche und mehr­sprachige Führungen auch Galerien und Museen kennen.

Aus der Sparte „Theater, Schauspiel“ möchte ich das Projekt der „Kleinen Bühne Michendorf“ in Potsdam-Mittelmark nen­nen. Hier wurde mit Geflüchteten und Einheimischen in meh­reren kleinen Gruppen unter professioneller Anleitung das Stück „Die Schneekönigin“ nach Jewgeni Schwarz inszeniert. Als ästhetisches Mittel der Verständigung wurde das Schau­spiel mit Simultanübersetzung, Pantomime, Schattentheater und anderen Darstellungsformen genutzt. Die Inszenierung wurde am 16.Dezember vergangenen Jahres im Zuge einer großen Weihnachtsfeier im Flüchtlingswohnheim im ehemali­gen Landtag am Brauhausberg präsentiert. Aus der Sparte „Film“ schließlich möchte ich das Projekt „Prenzlau Clipping“ der Bürgerstiftung Barnim Uckermark er­wähnen. Hierbei entwickelte eine Gruppe von Geflüchteten und Einheimischen unter dem Motto „Filme Dein Leben hier“ zunächst ihr persönliches Bild von Prenzlau. In einem zweiten Schritt wurde zur Integrationsthematik Kontakt mit der Öffent­lichkeit aufgenommen, und es entstanden weitere Filmsequen­zen. Aus den Kurzfilmen und Filmsequenzen wurde dann eine Filmrolle entwickelt.

Wie bei allen öffentlichen Förderungen wurde auch bei den Kulturprojekten überprüft, ob die verfolgten Ziele erreicht wurden. Dabei wurde deutlich, dass die Ziele der Projekte - ich nenne: Partizipation, niedrigschwelliger Zugang zu Kunst und Kultur oder Erfahrungsaustausch - gut erreicht wurden. Ich freue mich deshalb schon sehr auf neue vielversprechende An­träge für unsere Kampagne 2017.- Dankeschön.