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Antwort der Landesregierung auf die Frage nach Förderung von Kulturprojekten durch die öffentliche Hand

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Dr. Münch:

Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Frau Große, die Landesregierung sowie nachgeordnete Einrichtungen beschäftigen Musikerinnen und Musiker sowie darstellende Künstlerinnen und Künstler zu unterschiedlichen Anlässen - etwa im Rahmen des Sommerfestes der Landesre­gierung oder beim Brandenburg-Tag, für Ausstellungen dar­stellender Kunst und zur musikalischen Umrahmung der Eröff­nung weiterer festlicher Veranstaltungen oder etwa bei Preis­verleihungen und Ehrungen.

Eine lückenlose Gesamtübersicht darüber, wie oft Künstlerin­nen und Künstler von der Landesregierung im Jahr 2016 enga­giert wurden, kann im Rahmen der Beantwortung einer kurz­fristigen mündlichen Anfrage nicht erstellt werden. Meine Mi­nisterkollegen konnten mir aber eine Vielzahl von Engage­ments nennen. Falls das Bedürfnis besteht, könnten wir eine genauere Erörterung für eine Ausschusssitzung vorsehen. Ich berichte nun beispielhaft aus meinem Hause.

Im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur haben wir im Jahr 2016 vier Kunstausstellungen und eine wissen­schaftliche Ausstellung durchgeführt. Teilweise wurden die Ausstellungseröffnungen von Künstlerinnen und Künstlern musikalisch begleitet, weitere Engagements gab es beispiels­weise bei der Verleihung des Postdoc-Preises und des Denkmalpflegepreises des Landes Brandenburg. Wir entwickeln ei­ne Kommission für das Ausstellungsprogramm und treffen die Künstlerauswahl; die organisatorische Vorbereitung erfolgt über das Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die ausstellenden Künstler - ich denke, das war auch ein Grund für Ihre Frage - erhalten ein Honorar von 500 Euro und die auftretenden Musiker von 150 Euro, das jeweils vereinbart wird. Ebenso erhielten die Musiker bei der Verleihung des Denkmalpflegepreises sowie des Postdoc-Preises jeweils ein Honorar. Wir zahlen natürlich auch Abgaben an die Künstler­sozialkasse. Aus den mir vorliegenden Rückmeldungen der an­deren Ministerien ergibt sich für mich nicht der Eindruck, dass dort irgendein Künstler kein angemessenes Honorar erhielte. Wenn Ministerien und andere Behörden Künstler engagieren, ist das auch eine indirekte Form der Kulturförderung.

Ich möchte ebenfalls die direkte Kulturförderung erwähnen: Im Jahr 2016 wurden vom Kulturministerium 31 Förderpreise und Stipendien vergeben. Das sind die Kunst-Förderpreise, die internationalen Stipendien, die Istanbul-Stipendien und die Aufenthaltsstipendien für das Künstlerhaus Schloss Wiepers­dorf. Wir fördern die verschiedenen Stipendien mit jährlich 150 000.Wir haben überwiegend Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern gefördert, die ihren Wohnsitz oder ihr Atelier im Land Brandenburg haben. In anderen Fällen bestand ein beson­derer Bezug zu unserer Region. Mit der Atelierförderung, die wir mit diesem Haushalt beschlossen haben, haben wir dem­nächst eine weitere Form der Künstlerförderung; denn es ist mir ein wichtiges Anliegen, auch bildende Künstler zu för­dern. - Dankeschön.