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Antwort der Landesregierung zur Frage der Verbesserungen der Arbeitsbedingungen von Kulturschaffenden

Antwort der Landesregierung

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur

Dr. Münch

Die Landesregierung bekennt sich zur Verantwortung gegenüber Künstlerinnen und Künstlern. Sie unterstützt die Rahmenbedingungen für freie Entfaltung und damit Strukturen, in denen Kunst und Kultur realisiert und angeboten werden können. So werden beispielsweise durch die Neustrukturierung der Kulturfinanzierung im Zuge der Kreisgebietsreform abgesicherte Strukturen geschaffen und eine verstärkte Teilhabe von Kulturschaffenden am Tarifprozess sichergestellt.

Daneben wirkt das MWFK im gemeinnützigen Sektor darauf hin, mit der Förderung kultureller Träger und innovativer Projekte Arbeitsplätze im Kulturbereich zu sichern und neue, auskömmliche

Beschäftigungsverhältnisse für Künstler und Kreative zu schaffen.

 

Die Landesregierung begrüßt den Beschluss der KMK vom 12. Mai 2016, der sich im Sinne eines bekräftigenden Appells an Bund und Länder richtet und unter anderem dazu auffordert,

die künstlerisch geprägten Kreativen dabei zu unterstützen, sich auch wirtschaftlich zu entwickeln. Der Beschluss flankiert zum Beispiel die Bundesinitiative Kultur- und Kreativwirtschaft,

in der es auch darum geht, die Wettbewerbsfähigkeit der Kultur- und Kreativwirtschaft zu stärken und das Arbeitsplatzpotenzial noch weiter auszuschöpfen.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) ist auch für Brandenburg ein wichtiges Politikfeld, das im gemeinsamen Wirtschaftsraum Berlin-Brandenburg eine wachsende Rolle spielt.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat daher nach Maßgabe seiner Möglichkeiten bereits seit 2007 gemeinsam mit dem Wirtschaftsressort eine Reihe von Initiativen

ergriffen, beispielsweise den Kreativwirtschaftsbericht Brandenburg (2007) zur Verifizierung des Kreativmarktes und seines Arbeitsmarktpotenzials in Brandenburg oder das Kreativportal Brandenburg 2009 zur Vernetzung der Branche.

Die vom KMK-Beschluss empfohlene Nutzung von EU-Strukturfonds ist in Brandenburg bereits Praxis. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsressort erarbeitet das MWFK derzeit eine neue Richtlinie zur Förderung von Kompetenzentwicklung in der Kultur- und Kreativwirtschaft für die EU-Förderperiode 2014 bis 2020.

Zudem zielt die Kulturpolitische Strategie des MWFK (2012) auf eine verstärkte Entwicklung des Kulturtourismus in Brandenburg, der für viele Künstler und Kreative neue Arbeitsfelder und Einkommensmöglichkeiten generieren kann. Hierbei sollen Künstler und Kultureinrichtungen insbesondere über Qualifizierungsmaßnahmen für den touristischen Markt sensibilisiert

und Kooperationen initiiert werden (regionale Netzwerke wie das „Netzwerk Kulturtourismus Seenland Oder-Spree“ oder das Netzwerk „Klosterland“), um neue Zielgruppen bzw. Geschäftsfelder zu induzieren.

Die Landesregierung wird in dem genannten Sinne auch künftig darauf hinwirken, die Potentiale der Kulturschaffenden sowie der Kreativwirtschaft gezielt zu fördern und dadurch unmittelbar und mittelbar auch die wirtschaftliche Situation der Künstlerinnen und Künstler wie auch Musikerinnen und Musiker oder Autorinnen und Autoren zu verbessern.

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